Deutschlandweite Catering-Anfragen scheitern selten am Essen - sondern an Logistik, Timing, Mindestmengen, Allergenen und unklaren Erwartungen. Wenn du das vorab strukturierst, bekommst du schneller passende Vorschläge, weniger Rückfragen und ein Ergebnis, das “einfach läuft”.
TL;DR
Definiere zuerst Format + Headcount + Budget + Lieferfenster – dann erst Speisen.
Lass dir Angebote nur geben, wenn Liefergebiet, Mindestbestellwert, Setup, Allergene & Storno klar sind.
Für deutschlandweite Lieferungen sind Fingerfood & Buffet oft am robustesten – bei komplexen Diäten eher individuell gelabelte Meals.
Kurze Definitionen (damit alle vom Gleichen sprechen)
Deutschlandweites Catering: Lieferung in mehrere Regionen/Städte, oft mit klaren Lieferfenstern und Mindestmengen.
Mindestbestellwert / Mindestmenge: Untergrenze, ab der Lieferung wirtschaftlich ist (variiert je Region).
Setup / Aufbau: Anlieferung + Aufbau vor Ort (Tische, Warmhalte-Equipment, Beschilderung, ggf. Personal).
Allergen-Kennzeichnung: Allergene pro Produkt, idealerweise auf dem Label / der Karte.
Kreuzkontakt: Ungewollte Vermischung (z. B. glutenfrei kommt mit Gluten in Kontakt) – relevant bei Allergien.
Die Checkliste: In 10 Minuten zur vergleichbaren Anfrage
1) Anlass & Format festlegen (entscheidet über Logistik)
Wähle das Format, das transport- und timingstabil ist:
Buffet: gut skalierbar, wenig Einzelteile, ideal bei Gruppen
Fingerfood: top für “nebenbei”, Meetings, Empfang, kurze Pausen
Individuell gelabelte Meals: am sichersten bei Allergenen/Diäten, weniger Risiko
2) Headcount + Puffer definieren
Realistische Teilnehmerzahl + 5 - 10% Puffer
Falls mehrere Standorte: pro Standort eigener Headcount und Lieferfenster
3) Lieferfenster & “Essenszeit” trennen
Ein häufiger Fehler: “Lieferung um 12” = Essen ab 12.
Besser: Lieferung 30 - 45 Minuten vorher, damit Aufbau, Beschilderung und ggf. Warmhalten klappt.
4) Allergene & Ernährungsweisen klar zählen (nicht schätzen)
Schreibe in die Anfrage:
Vegan: __ | Vegetarisch: __ | Glutenfrei: __ | Halal: __
Kritische Allergene (z. B. Nüsse): __
Wunsch: eindeutige Kennzeichnung pro Item (Label/Allergenkarte)
5) Budget als Rahmen – sonst sind Angebote nicht vergleichbar
Gib eine Bandbreite: € pro Person oder Gesamtbudget.
Ohne Budget bekommst du oft “irgendwas” – und viel Nacharbeit.
6) Setup-Fragen (die 80% der Probleme verhindern)
Braucht ihr Geschirr/Besteck/Servietten?
Soll es Aufbau/Abbau geben?
Gibt es Aufzug / Ladezone / Zugangscode?
Braucht ihr Warmhalte-Equipment?
7) Storno- & Änderungsfristen vorab klären
Für deutschlandweite Logistik sind Cut-offs entscheidend:
Bis wann kann Headcount angepasst werden?
Was gilt bei kurzfristigen Änderungen?
8) Rechnungs- & Buchhaltungslogik (wird oft vergessen)
Eine Rechnung pro Standort oder eine Gesamtrechnung?
PO-Nummer nötig?
Kostenstelle?
9) Qualitätskriterien, die du explizit nennen solltest
Damit du nicht nur “irgendwas” bekommst:
Pünktlichkeit & Zuverlässigkeit
Kennzeichnung & Handling
Portionslogik (sättigend)
Optik/Setup (wenn relevant)
10) Ein “Nicht-verhandelbar”-Block
Beispiel:
Klare Allergenkennzeichnung
Lieferfenster fix
Separates Handling glutenfrei
Ansprechpartner erreichbar
Häufige Fehler (und schnelle Fixes)
Fehler 1: “Wir haben auch vegan & glutenfrei” ohne Mengenangabe
Fix: Zählen, nicht vermuten.
Fehler 2: Zu knappes Lieferfenster
Fix: Lieferung 30 - 45 Min früher, klarer Aufbauplan.
Fehler 3: Angebote vergleichen ohne gleiche Basis
Fix: Einheitliche Anfrage + Budgetrahmen + Setup-Anforderungen.
FAQ: Catering deutschlandweit
Wie früh sollte ich buchen?
Für planbare Termine idealerweise 2 - 3 Wochen, bei großen Gruppen früher. Kurzfristig geht oft, wird aber teurer und eingeschränkter.
Was ist das “sicherste” Format bei Allergien?
Individuell gelabelte Meals minimieren Mix-ups. Bei Buffet funktioniert es mit klarer Trennung, Labeln und separaten Utensilien.
Kann ich mehrere Standorte an einem Tag beliefern lassen?
Ja – aber du brauchst pro Standort: Headcount, Lieferfenster, Zugang und Ansprechpartner.
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